Amon Franz Göth - 2 Geschäftskarten

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Produktinformationen "Amon Franz Göth - 2 Geschäftskarten"

2 Geschäftskarten der Firma Amon Franz Göth & Sohn aus Wien. Amon Göth war SS-Hauptsturmführer und Kommandant des KZ Plaszow bei Krakau (Film Schindler`s Liste) und Teilhaber des elternlichen Verlagshauses in Wien.

Göth wurde 1946 als Kriegsverbrecher in Polen gehängt!

Aus Wikipedia:

Amon Göth entstammte einer wohlhabenden Verlegerfamilie. Sein Vater Amon Franz Göth war für den Verlag häufig in Österreich und dem Deutschen Reich unterwegs und deshalb selten zu Hause. Amon Göths geschäftstüchtige Mutter führte den Verlag, der überwiegend religiöse Schriften und militärische Bücher vertrieb. Aus diesen Gründen wuchs Göth größtenteils bei einer kinderlos gebliebenen Tante auf. Als Kind wurde er Mony gerufen – diesen Spitznamen verwendeten auch spätere Lebensgefährtinnen. Amon Göth galt als schlechter Schüler und wurde wegen seiner schulischen Leistungen unmittelbar nach der Grundschule in die Obhut eines streng geführten katholischen Internats in Waidhofen an der Thaya gegeben. Gegen den Willen seiner Eltern brach Göth seine schulische Ausbildung nach der zehnten Klasse ab. Anschließend begann er eine Lehre als Verlagsbuchhändler im elterlichen Betrieb.

Bereits als Siebzehnjähriger interessierte sich der sportbegeisterte Jugendliche für rechtsnationale Ideen und wurde noch als Schüler Mitglied bei verschiedenen Jugendorganisationen, alle mit faschistischem Hintergrund.

Seine am 7. Januar 1934 geschlossene Ehe mit Olga Janauschek war von seinen Eltern arrangiert worden. Mangels gegenseitiger Zuneigung hielt diese Ehe nicht lange und wurde im Sommer 1936 geschieden. Göth beantragte auch bei der Kirche die Annullierung der Ehe mit dem Argument, keinen ausreichenden eigenen Ehewillen besessen zu haben. Im Herbst 1939 trat Göth der SS-Doktrin folgend aus der Kirche aus; trotzdem annullierte die katholische Kirche am 12. September 1941 seine erste Ehe.

Am 13. Mai 1931 trat Göth in die NSDAP (Mitgliedsnummer 510.764) ein und wurde Mitglied der SS (SS-Nr. 43.673). Hitlers Machtergreifung am 30. Januar 1933 motivierte Göth zu verstärkten NS-Aktivitäten in Österreich. Daraufhin wurde er im Mai 1933 zum SS-Scharführer befördert. Während eines Einsatzes mit der SS-Standarte 11 wurde Göth in einen Autounfall verwickelt und dabei schwer verletzt. Sich auf diese Verletzung berufend, stellte er vergeblich einen Antrag zum Erwerb des Blutordens. Nach den Sprengstoffanschlägen der Nationalsozialisten in Krems wurde auch nach Göth gefahndet, allerdings entzog er sich der Verhaftung durch die Flucht in das Deutsche Reich.[3]

Innerhalb kürzester Zeit erwarb er sich dort durch fanatischen Gehorsam und Skrupellosigkeit den Ruf eines Vorzeigeoffiziers der SS. Er heiratete ein zweites Mal, diesmal nach SS-Ritus, und zeugte mit der Tiroler Motorradrennfahrerin Anna Geiger drei Kinder. Sein Erstgeborener starb 1940 wenige Wochen nach der Geburt. Kurz darauf meldete Göth sich bei der Waffen-SS zum Dienst und verließ seine österreichische Heimat Richtung Polen. Ab Oktober 1942 baute er das Kriegsgefangenenlager in Poniatowa zu einem Arbeitslager für jüdische Zwangsarbeiter auf. 1943 lernte er die Sekretärin des Fabrikanten Oskar SchindlerRuth Irene Kalder, kennen, und die beiden verliebten sich. Kalder zog in seine Villa im Lager Płaszów und gebar 1945 in Bad Tölz die Tochter Monika.[4]

Göth beteiligte sich im besetzten Polen zunächst im Zwangsarbeitslager Budsin und später auch in den Vernichtungslagern BelzecSobibor und Treblinka am Holocaust, bevor er im März 1943 die Liquidierung des Krakauer Ghettos verantwortete und etwa zur gleichen Zeit auch die Kommandantur über das Arbeitslager Płaszów (später KZ Plaszow) übernahm. Etwa zu diesem Zeitpunkt wurde Göths Alkoholismus auffällig.

Durch seine sadistische Gewohnheit, morgens vom Balkon seiner Villa mit einem Repetiergewehr auf KZ-Häftlinge zu schießen oder Häftlinge von seinen beiden Hunden – einer Dogge und einem Schäferhundmischling – zerfleischen zu lassen, erhielt er den Beinamen „Schlächter von Płaszów“. Mindestens 500 Menschen brachte er eigenhändig um. Nachdem er einen Menschen ermordet hatte, forderte er dessen Karteikarte an, um Verwandte ebenfalls töten zu lassen, da er keine „unzufriedenen Leute“ im Lager haben wolle. Sein Schreiber – der jüdische Häftling Mieczysław Pemper – berichtet davon, dass Göth nahezu täglich wahllos tötete.[5]

Andere Zeugen berichteten davon, dass Göths Mordlust schon an seiner Kleidung abgelesen werden konnte. Trug er ein einfaches Käppi, bestand diesbezüglich keine Gefahr, hatte er jedoch seine Offiziersmütze aufgesetzt, signalisierte dies unmittelbare Gefahr, trug er aber seinen Tirolerhut und dazu noch weiße Handschuhe oder einen weißen Schal, wusste jeder, der ihn kannte, dass er sich jetzt ein Opfer suchen würde.[6]

Göth führte das Lager mit harter Hand und bestrafte Vergehen mit drakonischer Härte. Die meisten Bestrafungen wurden öffentlich vollzogen. Auf den Schmuggel von Lebensmitteln standen beispielsweise 100 Peitschenhiebe.[7]

Göth hatte eine Vorliebe für klassische Musik, die er nicht nur nahezu durchgehend in seiner Villa hörte, sondern gelegentlich auch dazu nutzte, Hinrichtungen musikalisch zu untermalen oder auch die Schreie verzweifelter Eltern zu übertönen, wenn deren Kinder in dem Lager auf LKW getrieben und zur Ermordung nach Auschwitz abtransportiert wurden.[8]

Er behandelte auch SS-Untergebene hart und brachte sie wegen kleinster Vergehen vor ein SS- und Polizeigericht. Zudem betrieb er Schwarzmarktgeschäfte. Dies führte dazu, dass er von SS-Untergebenen wegen Unterschlagung von Reichseigentum (nach NS-Recht fiel das konfiszierte Eigentum der jüdischen KZ-Gefangenen dem Deutschen Reich zu) angezeigt wurde. Hingegen wurde die Ermordung von KZ-Häftlingen durch die NS-Justiz nicht geahndet, sondern forciert (vgl. sogenannte „Postenpflicht“).

Zuständig für die Bearbeitung der Anzeige war der SS-Richter Konrad Morgen, dessen Vernehmungsprotokolle nach dem Krieg unter anderem vom Nürnberger Militärtribunal ausgewertet wurden. Göth wurde am 13. September 1944 in Wien von der Gestapo verhaftet, kam aber nach kurzer Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß. Das Ende des Zweiten Weltkrieges verhinderte einen Prozess gegen ihn. Karl Koch, Kommandant von Buchenwald, war wegen ähnlicher Delikte zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Das Kriegsende erlebte Göth leicht verwundet in einem Lazarett in Bad Tölz.

 

 

 

 

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