2 Fotos SS-Obersturmführer Karl Radl - SS-Führungshauptamt

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2 Fotos in Postkartenformat von SS-Obersturmführer und Adjutanten von Otto Skorzeny (Befreier von Mussolini)! Aufgenommen im Dezember 1943 mit Stempel "Aufnahme: SS-Führungshauptamt / A.M. Müller" und handschriftlicher Beschreibung! Ein Foto mit Eckknick

Aus MEDIAPEDIA:

Werdegang

Radl trat Anfang 1930/31 dem NS-Studentenbund (NS-Nr.: 6.175.766 vom 1. Oktober 1931) und ab dem 1. Dezember 1933 der Schutzstaffel (SS-Nr.: 289.591), der allgemeinen SS bei. In Wien studierte er vier Semester an der Technikum Wien und weitere drei Semester Rechts- und Staatsrecht. Um das Studium zu finanzieren arbeitete er nebenher als Musiker

Das Verbot der NSDAP in Österreich beeindruckte ihn nicht, er lebte als „Illegaler“ und floh 1934 ins Deutsche Reich. 1938 wurde er Angehöriger der Grenzpolizei Bruck/Leithe. In Pretsch/Elbe wurde Radl nach dem Besuch der Polizeischule Angehöriger des Sicherheitsdienstes im gehobenen Dienst.

Vom 1. August bis zum 25. September 1940 erhielt er eine Waffenausbildung bei der Waffen-SS (SS-Artillerie-Ersatz-Abteilung der LSSAH in Berlin-Lichterfelde). Ende 1940 heiratete er und begann ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Berlin (heute Humboldt-Universität).

Von Mai bis Oktober 1941 war Radl als SS-Untersturmführer an der Ostfront mit dem Sonderkommando 7a der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD, hier war er Verbindungsführer zum Armeeoberkommando 9 (AOK 9). Von Oktober 1941 bis November 1942 nahm er seine Studien in Berlin wieder auf.

Im April 1943 kam Radl zum Reichssicherheitshauptamt, hier wurde er dem Amt VI (Auslandsnachrichtendienst) des damaligen SS-Brigadeführers Walter Schellenbergzugeteilt und dann der neugeschaffenen „Gruppe VI S“ zugeführt, die der damalige SS-Obersturmführer Otto Skorzeny eben übernommen hatte. Die Bezeichnung „S“ bedeutete Schule, Skorzeny leitete drei Schulen, in denen deutsche und ausländische Agenten für Sabotageakte im feindlichen Ausland ausgebildet wurden. Diese Agenten wurden als Himmelfahrtskommandos nachts aus Langstreckenflugzeugen des Kampfgeschwaders 200 des Trägers des Eichenlaubes mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Werner Baumbach weit hinter der Front mit Fallschirmen abgesetzt. Skorzeny, der seine Dienststelle in einem ehemaligen Jagdschloß in Friedenthal bei Oranienburg hatte, war gleichseitig Kommandeur der „Friedenthaler“ (SS-Sonderverband z. b. V. „Friedenthal“). SS-Obersturmführer Radl wurde Skorzenys Adjutant und im Sommer 1943 Kriminalrat und Regierungsrat.

„Skorzenys Erfolge, sein Ruhm, immer glänzend und glücklich zu improvisieren, eine große Sache instinktsicher vorzubereiten, sind mindestens zur Hälfte die Verdienste Radls, der geschickt und erfahren die Pläne ausfeilte, die richtigen Leute an den richtigen Platz bugsierte und aus dem Skorzeny-Hauptquartier im märkischen Schloß Friedenthal seine Drähte zog, auch dorthin, wohin feldgraue Landser niemals ihre Kommißstiefel setzten.“ — Der Spiegel 29/1949

Unternehmen „Eiche“

Im September 1943 wurde Radl beim Fall Achse eingesetzt, und er war an den Ermittlungen, der Planung (General Student, Skorzeny, Hauptmann Langguth, Radl), den Vorbereitungen und der Befreiung von Benito Mussolini während des Unternehmens „Eiche“ maßgeblich beteiligt, wofür er anschließend zum SS-Hauptsturmführerbefördert wurde.

„[...] Ich erklärte ihnen allen, daß die Befreiung des Duce nicht möglich gewesen wäre ohne den Mut und den Einfallsreichtum all derer, die an diesem Einsatz und seiner Planung beteiligt waren. Insbesondere erwähnte ich [Karl] RadlLeutnant Meyer-Wehner, Pilot des Lastenseglers Nr. 3, und Hauptmann Gerlach. Kurz danach erfuhr ich zu meiner großen Freude, daß auch das Unternehmen Hauptmann [eigentlich SS-Hauptsturmführer] Mandels geglückt war und Donna Rachele, Annamaria und Romano [Ehefrau und jüngsten Kinder Mussolinis] sich wohlauf in München befanden. Am nächsten Tag begleitete ich Mussolini in einem bequemen Junkers-Flugzeug von Wien nach München, wobei mir der über Nacht verjüngte und wieder vitale Duce seine Pläne erläuterte. Diese waren grandios. Seine neue Bewegung, die ‚republikanisch-faschistische Partei‘, sollte die italienische Nation wieder hochbringen. Das Haus Savoyen hatte die faschistische Revolution nicht nur in keiner Weise unterstützt, sondern sabotiert. Der König, der keine Ahnung vom Regieren hatte, und seine Höflinge hatten den Duce unablässig im geheimen bekämpft und schließlich auch noch verraten. Josef Mazzini hatte recht. ‚Als unser Schiff am 27. Juli gegen Mitternacht an Gaeta vorbeikam‘, fügte er hinzu, ‚glaubte ich erst, daß man mich in die berühmte Festung bringen würde, und bat, daß man mich, als besondere Ehre, in die Zelle bringen solle, in der der Held des Risorgimento 1870 eingekerkert war. Aber man brachte mich nach Ponza!‘ Auf dem Flughafen Riem bei München nahm Mussolini gerührt seine Frau Donna Rachele und die beiden Kinder in die Arme. Wir blieben bis zum 15. September im Gästehaus der Reichsregierung in München. Der Duce bestand darauf, daß ich auch dort untergebracht wurde und mit ihm und seiner Familie die Mahlzeiten einnahm. So hatten wir noch mehrere Unterhaltungen. Er machte sich keinerlei Illusionen und wußte, daß der republikanisch-faschistische Staat noch große Schwierigkeiten zu überwinden hätte. Die neofaschistische Doktrin, deren Grundzüge Mussolini mir darlegte, war, mehr als nur ein »nationaler monarchistischer« Faschismus. Es war vor allem eine Aufforderung zur europäischen Vereinigung. Diese Einheit konnte nicht unter Vorherrschaft einer einzigen Nation oder einen kleinen Gruppe Nationen zustande kommen, sondern mußte alle Länder Europas umfassen. Die neue Doktrin beabsichtigte, alle befreiten Nationen zu vereinigen – nach außen, gegen die internationale Plutokratie, und nach innen – gegen den aggressiven Kapitalismus. Die europäischen Länder sollten sich zusammentun, um die ungeheuren Reichtümer des afrikanischen Kontinents gemeinsam zu bewirtschaften, zum Nutzen der afrikanischen und europäischen Völker. [...]“ — Otto Skorzeny in seinem Buch Meine Kommandounternehmen
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